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Pressestimmen»Hervorragend
geschrieben und in seiner Argumentation überzeugend, ist
dieses Buch ein Muss.«
»Ein Meisterwerk der Geschichtsschreibung, das die
›Vogelperspektive‹ nahtlos mit einer
Mikrogeschichte
dieser verhängnisvollen Periode des 20. Jahrhunderts
verbindet.«
»Erstmals wird die Chronologie der Stimmung, der Hoffnungen
und
Befürchtungen (…) der deutschen
Bevölkerung
während des Krieges wirklich sichtbar. Eine eindrucksvolle,
fesselnde Darstellung.«
Kurzbeschreibung»Ein herausragendes Buch. Nicholas Stargardt bietet anschaulichere und nuanciertere Einsichten denn je in die Motive, die gewöhnliche Deutsche den grauenvollsten Krieg aller Zeiten führen ließen.« Ian Kershaw |
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| Das große Buch zum
Zweiten Weltkrieg – einzigartig und
fesselnd erzählt aus der Sicht der Menschen, die den Krieg
durchlebten Sommer 1939, Mobilmachung im nationalsozialistischen Deutschland. Die Menschen ahnen nicht, dass ein brutaler, zerstörerischer Krieg folgen würde. Erstmals erzählt der renommierte Oxford-Historiker Nicholas Stargardt aus der Nahsicht, wie die Deutschen – Soldaten, Lehrer, Krankenschwestern, Nationalsozialisten, Christen und Juden – diese Zeit erlebten. Gestützt auf zahllose Tagebücher und Briefe, unter anderem von Heinrich Böll und Victor Klemperer, Wilm Hosenfeld und Konrad Jarausch, fängt er die Atmosphäre jener Jahre ein und findet neue Antworten auf die Frage, wofür die Deutschen eigentlich diesen Krieg zu führen meinten: Sie glaubten, dass Deutschland sich gegen seine Feinde verteidigen musste, und sie glaubten an die nationale Sache, nahezu unabhängig von sozialer Stellung sowie religiöser oder politischer Überzeugung. Der Wunsch, ihr Land und ihre Familien zu retten, ließ sie selbst, als die Gewissheit wuchs, an einem Völkermord teilzuhaben, weiterkämpfen, mit ungebrochener Brutalität und wider alle Vernunft. Der Band enthält einen 16-seitigen Bildteil. |
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| Vorwort Dieses Buch ist das Ergebnis eines mehr als 20 Jahre währenden Versuchs, das Erleben der Menschen in Deutschland und den von Deutschen besetzten Ländern während des Zweiten Weltkriegs zu verstehen. Es ist ein Buch, das ich ursprünglich gar nicht geplant hatte. Nachdem ich 2005 die Arbeit an »Kinder in Hitlers Krieg« beendet hatte, versprach ich mir und allen, die es hören wollten, dass ich nie wieder über Kinder, den Holocaust oder Deutschland während des Nationalsozialismus schreiben würde. Was als kurzes Essay über die Frage begann, wofür Deutsche damals kämpften – etwas, was nach meinem Dafürhalten noch gesagt werden musste, bevor ich mich anderen Dingen zuwenden konnte –, nahm 2006/2007 während eines Forschungsaufenthalts an der Freien Universität Berlin erheblich umfangreichere Formen an. Zwischen beiden Büchern gibt es manche Kontinuität, vor allem mein Interesse, die subjektiven Dimensionen der Gesellschaftsgeschichte anhand zeitgenössischer Dokumente zu erforschen, um herauszufinden, wie Menschen Ereignisse beurteilten und verstanden, während diese geschahen und noch bevor sie deren Ausgang kannten. Es gibt jedoch auch eindeutige Unterschiede. In »Kinder in Hitlers Krieg« wollte ich mich in erster Linie mit Kindern als eigenständigen gesellschaftlichen Akteuren befassen und die unvereinbaren Sichtweisen von Kindern gegenüberstellen, die durch Krieg und rassistische Verfolgung in Sieger und Besiegte gespalten waren. Das vorliegende Buch widmet sich einem anderen Problem: Es will Ängste und Hoffnungen der breiten Gesellschaft aufdecken, um zu verstehen, wie Deutsche diesen Krieg vor sich selbst rechtfertigten. Zur Beantwortung dieser Frage habe ich mich sowohl um eine gewisse Breite als auch um Tiefe bemüht: Für Breite sorgen »Makro«-Meinungsbilder, erstellt von Berichterstattern, die für das nationalsozialistische Regime Gespräche in der Öffentlichkeit belauschten, und von Zen- 8 Vorwort soren, die Feldpostbriefe in Stichproben untersuchten; für Tiefe sorgen zeitgenössische Dokumente einzelner Personen unterschiedlicher Herkunft, anhand deren sich nachvollziehen lässt, wie die persönlichen Hoffnungen und Pläne mit den wechselnden Kriegserlebnissen verflochten waren. Durch diese Herangehensweise stehen die Stimmen der Opfer zwar weniger im Vordergrund als in »Kinder in Hitlers Krieg«, fehlen aber nie: Ohne ihre kontrastierende Deutung wüssten wir nicht, wie unterschiedlich – und häufig ichzentriert – Deutsche ihre Wahrnehmung des Krieges formten. Ein wesentlicher Bestandteil dieses Buches sind Sammlungen von Briefen, die Liebespaare, enge Freunde, Eltern und Kinder sowie Eheleute einander schrieben. Viele Historiker haben solche Quellen genutzt, allerdings häufig zu anderen Zwecken. So besitzt die Bibliothek für Zeitgeschichte in Stuttgart eine berühmte Sammlung von 25 000 Briefen, die von Reinhold Sterz zusammengetragen wurden. Leider sind diese Dokumente chronologisch und nicht nach Verfasser katalogisiert, so dass sich nicht ohne weiteres überprüfen lässt, ob die Briefschreiber über längere Zeit an ihren Überzeugungen festgehalten haben. Meine Auswahl war vom umgekehrten Prinzip bestimmt: Ich wollte Briefsammlungen lesen, in denen beide Seiten der Korrespondenz erhalten geblieben sind und die sich mindestens über einige Jahre erstreckten, um nachvollziehen zu können, wie sich die persönlichen Beziehungen zwischen den Briefschreibern – ihre Hauptgründe, überhaupt zu schreiben – im Laufe des Krieges entwickelt und verändert hatten. Denn das ermöglicht es, die privaten Prismen genauer zu rekonstruieren, durch die sich die individuelle Wahrnehmung größerer Ereignisse jeweils brach. Über die Anwendung dieser Forschungsmethode, die Historiker in Bezug auf den Ersten Weltkrieg seit den neunziger Jahren entwickelt haben, konnte ich viel von Christa Hämmerle lernen. Ich hatte das besondere Glück, Einblick in Walter Kempowskis Privatarchiv zu bekommen, als er noch lebte, und denke gern an die Groß- zügigkeit zurück, mit der Walter und Hildegard Kempowski mich bei sich in Natum willkommen geheißen haben. Heute befindet sich das Archiv in der Akademie der Künste in Berlin. Beim Deutschen Tagebucharchiv in Emmendingen zeigte sich Gerhard Seitz ebenso hilfsbereit wie Irina Renz in der Bibliothek für Zeitgeschichte in Stuttgart. Zugang zu Quellen von unschätzbarem Wert ermöglichten mir Andreas Michaelis 9 Vorwort im Deutschen Historischen Museum in Berlin, Veit Didczuneit und Thomas Jander im Feldpostarchiv des Museums für Kommunikation Berlin und im Bundesarchiv sowie Christiane Botzet im Bundesarchiv-Militärarchiv in Freiburg. Klaus Baum und Konrad Schulz stellten mir im Archiv von »Jehovas Zeugen in Deutschland« in Selters im Taunus Kopien der letzten Briefe zur Verfügung, die Glaubensbrüder vor ihrer Hinrichtung wegen Kriegsdienstverweigerung geschrieben hatten. Alexander von Plato vom Institut für Geschichte und Biographie in Lüdenscheid machte mir eine große Sammlung mit Kriegserinnerungen von Schulkindern zugänglich, die Anfang der fünfziger Jahre entstanden und im WilhelmRoeßler-Archiv aufbewahrt werden. Zu danken habe ich auch Li Gerhalter und Günter Müller, die mir Material aus der Dokumentation lebensgeschichtlicher Aufzeichnungen und der Sammlung Frauennachlässe der Universität Wien zur Verfügung stellten. Mein besonderer Dank gilt Jacques Schuhmacher für seine unermüdliche Bereitschaft, mir in vielen Stadien dieser Recherchen nach Kräften zu helfen. Für die finanzielle Unterstützung dieser Forschungen danke ich der Alexander von HumboldtStiftung und dem Leverhulme Trust. Ein Name verleiht seinem Träger eine menschliche Identität, und das Unmenschliche im Zweiten Weltkrieg beginnt oft mit dem Verlust des eigenen Namens. Leider können in diesem Buch die Namen nicht immer genannt werden. Manche Personen, von denen berichtet wird, werden nur in offiziellen Archivakten erwähnt – wie etwa die Jugendlichen, die sich in den Erziehungsheimen oder den Tötungsanstalten der Psychiatrie befanden. In solchen Fällen habe ich die Personen anonymisiert, indem ich die Nachnamen abgekürzt habe. Einige wenige Personen werden mit einem Pseudonym bezeichnet, da ihre Geschichten sich durch das gesamte Buch ziehen und es für den Leser leichter ist, diesen Geschichten zu folgen, wenn die Menschen einen vollständigen Namen erhalten. Nur in den Anmerkungen sind diese Namen abgekürzt, um deutlich zu machen, dass der im Text verwendete Name ein Pseudonym ist. Während des Nationalsozialismus wurden viele Begriffe geprägt, die man heute nur noch in Anführungszeichen verwendet, um sich von deren damaliger Bedeutung zu distanzieren. Das gilt vor allem für seinerzeit gängige herabsetzende, diskriminierende, rassistische und antisemitische Begriffe, aber auch für sonstige ideologisch besetzte Bezeichnungen wie das »Dritte Reich« bzw. das »Altreich« oder den »Führer«. Da diese 10 Vorwort und andere Begriffe im Text sehr häufig vorkommen, werden hier die distanzierenden Anführungszeichen nur bei der Erstnennung gesetzt, nicht nur um den Lesefluss zu erhalten, sondern auch um die damaligen Denkmuster der Deutschen möglichst präsent werden zu lassen. Orte in den besetzten osteuropäischen Ländern, aber auch im Elsass und anderen zeitweilig zu Deutschland gehörigen oder annektierten Gebieten werden mit den in Deutschland damals verwendeten Namen bezeichnet. Es gibt einige Ausnahmen, so Łód´z, da der 1940 eingeführte deutsche Name Litzmannstadt sehr ungebräuchlich ist. Orte wie etwa Sankt Petersburg (von 1924 bis 1991 Leningrad) in der damaligen Sowjetunion, deren Namen inzwischen zurückgeändert wurden, werden mit dem während des Zweiten Weltkriegs geltenden Namen genannt. Im Register finden sich für alle Orte auch die heute üblichen Namen. Die intellektuelle Dankesschuld, die ich in der langen Zeit des Arbeitens an diesem Buch bei vielen Menschen angehäuft habe, ist zu groß, als dass ich ihr an dieser Stelle gerecht werden könnte. In den Jahren 2006/2007 war mir Jürgen Kocka in Berlin ein wunderbarer Gastgeber, und viele andere haben dazu beigetragen, dass mein Aufenthalt in Deutschland eine denkwürdige und fruchtbare Zeit war. Zahlreiche Freunde und Kollegen haben mich auf meinem Weg ermutigt, mich an ihren Ideen und Forschungsergebnissen teilhaben lassen und mir den äu- ßerst lebendigen Eindruck vermittelt, dass Geschichtsschreibung ein kollektives Bestreben ist. Unter meinen wunderbaren Kollegen im Fachbereich Geschichte und am Magdalen College in Oxford danke ich besonders Paul Betts, Laurence Brockliss, Jane Caplan, Martin Conway, Robert Gildea, Ruth Harris, Matt Houlbrook, Jane Humphries, John Nightingale, Sian Pooley und Chris Wickham. Beim S. Fischer Verlag hatte ich den großen Vorzug, mit Tanja Hommen, die das Lektorat besorgte, und mit Nina und Peter Sillem zusammenzuarbeiten. Ulrike Bischoff schaffte es bei der Übersetzung, Sorgfalt und Genauigkeit mit Schnelligkeit zu vereinbaren. Ihnen allen danke ich für die erfreuliche Zusammenarbeit. Clare Alexander und Sally Riley bei Aitken-Alexander waren durchgängig die guten Feen, die ihren Rat und ihr Wissen mit mir immer wieder geteilt haben. Es war für mich ein gro- ßes Glück. Ohne die großzügige geistige und praktische Unterstützung vieler Freunde wäre dieses Buch vermutlich gar nicht zustande gekommen. 11 Vorwort Paul Betts, Tom Brodie, Stefan Ludwig Hoffmann, Ian Kershaw, Mark Roseman, Jacques Schuhmacher, Jon Waterlow und Bernd Weisbrod unterbrachen ihre eigene Arbeit, um das gesamte Manuskript für mich zu lesen. Jedem von ihnen gilt mein Dank, weil sie mir wertvolle Anregungen gegeben, mir ihre eigenen Forschungsergebnisse zugänglich gemacht und mich – zumindest vor einigen – historischen Schnitzern bewahrt haben. Ruth Harris und Lyndal Roper lasen das gesamte Manuskript zweimal und haben ihm somit ihren unauslöschlichen Stempel aufgedrückt. In jedem Stadium dieses Buchprojekts hat Lyndal die Schlüsselideen, die ich zu formulieren versuchte, mit mir diskutiert. Dafür kann ich ihr gar nicht genug danken. Nicholas Stargardt, Oxford, 3. Juni 2015 |
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The book of Nicholas Stargardt "The German War: A Nation Under Arms, 1939-45"
© S. Fischer Verlage| Предисловие Эта книга стала результатом более чем двадцатилетнего опыта работы, стремления понять переживания людей в Германии и оккупированных немцами странах во время Второй мировой войны. Изначально я не планировал её писать. Когда в 2005 году я завершил работу над книгой Дети в войне Гитлера, я пообещал себе — и всем, кто хотел меня слушать, — что больше никогда не буду писать о детях, Холокосте и Германии времён нацизма. Но то, что началось как небольшое эссе о том, с чем сталкивались немцы в ту эпоху — о том, что, на мой взгляд, необходимо было сказать прежде, чем я смогу обратиться к другим темам, — в ходе исследовательской работы в Свободном университете Берлина в 2006–2007 годах обрело значительно более широкий размах. Между двумя книгами существует определённая преемственность, прежде всего в моём стремлении исследовать субъективные аспекты социальной истории на основе документов той эпохи: чтобы узнать, как люди воспринимали и осмысливали происходящее в реальном времени, не зная ещё исхода событий. Однако есть и важные различия. В Детях в войне Гитлера я прежде всего стремился показать детей как самостоятельных действующих лиц, противопоставляя несоизмеримые перспективы детей-победителей и детей-побеждённых, разделённых войной и расовыми преследованиями. Настоящая книга посвящена иной задаче: она исследует, какие надежды и страхи переживало немецкое общество в целом и каким образом немцы пытались оправдать войну перед самими собой. Чтобы ответить на этот вопрос, я стремился сочетать широту и глубину анализа: широту — через обзор коллективных настроений, отражённых в донесениях осведомителей, подслушивавших разговоры в общественных местах, и в письмах репрезентативных образцов населения; глубину — через использование частных документов людей из разных слоёв общества, позволяющих проследить, как их личные надежды и планы переплетались с изменяющимся ходом войны. Благодаря такому подходу, голоса жертв — хотя и не в центре внимания, как в Детях в войне Гитлера, — всё же остаются слышимыми: без их контрастной интерпретации невозможно понять, как иначе, зачастую с эгоцентричной позиции, немцы воспринимали войну. Особое место в книге занимает переписка: письма возлюбленных, друзей, родителей и детей, супругов. Многие историки использовали подобные источники, но чаще всего с другими целями. Например, знаменитая коллекция 25 000 писем в Библиотеке новейшей истории в Штутгарте, собранная Рейнхольдом Штерцем, каталогизирована по хронологии, а не по авторам, что затрудняет прослеживание эволюции взглядов одного человека. Мой принцип выбора был иным: я искал те комплексы переписки, где сохранились письма обеих сторон, охватывающие как минимум несколько лет, чтобы увидеть, как личные отношения и восприятие событий менялись с течением времени. Этот подход был разработан в исследованиях Первой мировой войны с 1990-х годов, и я многому научился у Кристы Хэммерле. Особую удачу для моего проекта составил доступ к личному архиву Вальтера Кемповски ещё при его жизни. Встреча с Вальтером и Хильдегард Кемповски в Натуме стала важной вехой в работе. Сегодня архив хранится в Академии искусств в Берлине. Важную поддержку мне оказали также сотрудники Германского дневникового архива в Эммендингене (Герхард Зайц) и Библиотеки новейшей истории в Штутгарте (Ирина Ренц). Доступ к бесценным материалам обеспечили Андреас Михаэлис в Историческом музее Германии в Берлине, Вейт Дидцунайт и Томас Яндер из Музея связи Берлина, а также Кристиан Ботцет из Федерального военного архива во Фрайбурге. В архиве Свидетелей Иеговы в Зельтерсе (Таунус) Клаус Баум и Конрад Шульц предоставили мне копии последних писем верующих, написанных перед казнью за отказ от военной службы. Александр фон Плато из Института истории и биографии в Люденшайде открыл для меня богатую коллекцию сочинений школьников, созданных в начале 1950-х годов. Я признателен Ли Герхальтеру и Гюнтеру Мюллеру за предоставление материалов из биографических сборников Венского университета. Особая благодарность Жаку Шумахеру за его неустанную помощь на всех этапах моего исследования. Имя придаёт человеку индивидуальность, и утрата имени часто становится первым актом обесчеловечивания на войне. К сожалению, в этой книге не всегда возможно назвать имена всех упоминаемых людей. Некоторые из них известны только по официальным архивным документам — например, молодые люди, находившиеся в интернатах или погибшие в центрах уничтожения психически больных. В подобных случаях я оставил их анонимными или сокращал фамилии. Несколько человек обозначены псевдонимами: их истории проходят через всю книгу, и так читателю легче за ними следить. В пояснениях к этим именам отмечено, что в тексте использованы псевдонимы. Во времена национал-социализма было создано множество терминов, которые сегодня принято помещать в кавычки, чтобы подчеркнуть дистанцирование от их первоначального значения. Это касается прежде всего пренебрежительных, дискриминационных, расистских и антисемитских выражений, а также идеологически окрашенных понятий вроде «Третий рейх», «Старый рейх» или «вождь». Поскольку такие слова часто встречаются в тексте, я использую кавычки только при первом упоминании, чтобы сохранить плавность чтения и одновременно подчеркнуть присутствие нацистского дискурса. Названия населённых пунктов в оккупированных странах Восточной Европы, а также в Эльзасе и на других территориях, временно присоединённых к Германии, приводятся в том варианте, который использовался тогда. Есть несколько исключений, например, Лодзь: введённое в 1940 году немецкое название Лицманштадт применялось крайне редко. Города бывшего Советского Союза, такие как Санкт-Петербург (носивший имя Ленинград с 1924 по 1991 год), указаны в соответствии с их названиями времён Второй мировой войны. Современные названия всех мест приведены в регистрах. Мой интеллектуальный долг перед многими людьми, оказавшими помощь на протяжении работы над этой книгой, столь велик, что я не могу полностью выразить его в этом предисловии. В 2006–2007 годах Юрген Кокка был моим замечательным научным наставником в Берлине, а многие другие коллеги сделали моё пребывание в Германии плодотворным и незабываемым временем. Я благодарен друзьям и коллегам, которые сопровождали меня на этом пути, делились своими идеями, результатами исследований и своим глубоким пониманием того, что история — всегда коллективное усилие. Среди моих выдающихся коллег в Оксфорде, в Департаменте истории и в колледже Магдалены, я особенно благодарю Пола Беттса, Лоренса Броклиса, Джейн Каплан, Мартина Конвея, Роберта Гильдеа, Рут Харрис, Мэтта Хулбрука, Джейн Хамфрис, Джона Найтингейла, Сиан Уикхэм и Криса Пули. Работать с издательством S. Fischer было большой привилегией: Таня Хоммен проявила выдающееся внимание при вычитке текста, а Нина и Петер Зиллем заботились о проекте на всех этапах. Ульрике Бишоф с точностью и оперативностью координировала процесс перевода. Всем им я глубоко признателен за тёплое и профессиональное сотрудничество. Клэр Александр и Салли Райли из агентства Aitken Alexander неизменно поддерживали меня своими советами и знаниями. Мне повезло работать с такими людьми. Без щедрой духовной и практической поддержки друзей эта книга, возможно, никогда бы не увидела свет. Пол Беттс, Том Броди, Стефан Людвиг Хоффман, Ян Кершоу, Марк Роземан, Жак Шумахер, Джон Уотерлоу и Бернд Вайсброд нашли время, чтобы прочитать полную рукопись и поделиться ценными предложениями, результатами своих исследований и помочь мне избежать по крайней мере некоторых исторических ошибок. Рут Харрис и Линдал Ропер дважды прочитали весь текст, оставив на нём свой глубокий отпечаток. На каждом этапе работы над проектом Линдал Ропер вносила ключевые идеи, которые мы затем вместе обсуждали и формулировали. За это я бесконечно благодарен. Оксфорд, 3 июня, 2015 года |
German“Superbly written and compelling in its argument, this book is essential reading.” — Saul Friedlander
“A masterpiece of historical writing that seamlessly combines the bird’s-eye view with a microhistory of this fateful period of the twentieth century.” — Jan T. Gross
“For the first time, the chronology of the German population’s mood, hopes and fears during the war becomes truly visible. An impressive, gripping account.” — Mark Roseman
“An outstanding book. Nicholas Stargardt offers more vivid and nuanced insight than ever into the motives that led ordinary Germans to wage the most terrible war of all time.” — Ian Kershaw
A major book about the Second World War, told in a unique and compelling way from the perspective of the people who lived through it.
Summer 1939: mobilization in National Socialist Germany. People do not yet realize that a brutal and destructive war lies ahead. For the first time, the renowned Oxford historian Nicholas Stargardt tells at close range how Germans — soldiers, teachers, nurses, National Socialists, Christians and Jews — experienced these years.
Drawing on countless diaries and letters, including those of Heinrich Böll and Victor Klemperer, Wilm Hosenfeld and Konrad Jarausch, he captures the atmosphere of the period and offers new answers to the question of what Germans believed they were fighting for. They thought Germany had to defend itself against its enemies, and they believed in the national cause almost regardless of social position or religious and political conviction. The desire to save their country and their families kept them fighting, with undiminished brutality and against all reason, even as awareness grew that they were participating in genocide.
The volume contains a sixteen-page illustrated section.
This book is the result of an attempt lasting more than twenty years to understand the experiences of people in Germany and in the countries occupied by Germans during the Second World War. It is a book I had not originally planned to write. When I completed Witnesses of War: Children’s Lives under the Nazis in 2005, I promised myself — and anyone willing to listen — that I would never again write about children, the Holocaust, or Germany under National Socialism. What began as a short essay on the question of what Germans believed they were fighting for — something I felt still needed to be said before I turned to other subjects — grew into a much larger undertaking during a research stay at the Free University of Berlin in 2006-2007.
There are continuities between the two books, above all my interest in exploring the subjective dimensions of social history through contemporary documents, in order to discover how people judged and understood events while those events were happening and before they knew the outcome. Yet there are also clear differences. In Witnesses of War I was primarily concerned with children as social actors in their own right, setting against one another the incompatible perspectives of children divided by war and racial persecution into victors and defeated. The present book addresses a different problem: it seeks to uncover the fears and hopes of society at large in order to understand how Germans justified the war to themselves.
To answer that question I have tried to combine breadth with depth. Breadth comes from “macro” pictures of public opinion assembled by observers who, on behalf of the National Socialist regime, listened to conversations in public places and by censors who sampled soldiers’ field-post letters. Depth comes from contemporary documents left by individuals from very different backgrounds, through which it is possible to trace how personal hopes and plans were intertwined with changing wartime experiences. With this approach the voices of the victims are less central than they were in Witnesses of War, but they are never absent. Without their contrasting interpretations we would not know how differently — and often how self-centredly — Germans shaped their perception of the war.
An important part of this book consists of collections of letters written between lovers, close friends, parents and children, and married couples. Many historians have used such sources, although often for other purposes. The Library of Contemporary History in Stuttgart, for example, holds a famous collection of 25,000 letters assembled by Reinhold Sterz. Unfortunately, the documents are catalogued chronologically rather than by author, which makes it difficult to determine whether individual correspondents maintained their convictions over longer periods. My selection was guided by the opposite principle. I wanted to read collections in which both sides of a correspondence survived and which extended over at least several years, so that I could follow how the personal relationships between the writers — the principal reason they wrote to one another at all — developed and changed during the war. This makes it possible to reconstruct more precisely the private prisms through which individuals refracted larger events. I learned a great deal about this method, developed by historians of the First World War since the 1990s, from Christa Hämmerle.
I was especially fortunate to gain access to Walter Kempowski’s private archive while he was still alive, and I remember with gratitude the generosity with which Walter and Hildegard Kempowski welcomed me to their home in Nartum. The archive is now held by the Academy of Arts in Berlin. Gerhard Seitz at the German Diary Archive in Emmendingen was equally helpful, as was Irina Renz at the Library of Contemporary History in Stuttgart.
Access to invaluable sources was made possible by Andreas Michaelis at the German Historical Museum in Berlin; Veit Didczuneit and Thomas Jander at the Field Post Archive of the Museum of Communication in Berlin and at the Federal Archives; and Christiane Botzet at the Federal Military Archive in Freiburg. At the archive of Jehovah’s Witnesses in Germany in Selters in the Taunus, Klaus Baum and Konrad Schulz provided copies of the final letters written by fellow believers before they were executed for refusing military service. Alexander von Plato of the Institute for History and Biography in Lüdenscheid gave me access to a large collection of wartime recollections written by schoolchildren in the early 1950s and preserved in the Wilhelm Rössler Archive. I also thank Li Gerhalter and Günter Müller for material from the collection of life-history records at the University of Vienna. Jacques Schuhmacher deserves special thanks for his tireless help at every stage of the research.
The project received financial support from the Alexander von Humboldt Foundation and the British Leverhulme Trust.
A name gives a person individuality, and the loss of a name is often the first act of dehumanization in war. Unfortunately, it has not always been possible in this book to name everyone who appears in it. Some people are known only from official archival documents — for example, young people who were confined to institutions or who died in centres for the killing of psychiatric patients. In such cases I have left them anonymous or abbreviated their surnames. Several people are identified by pseudonyms. Their stories run through the book, and the pseudonyms make it easier for readers to follow them. The notes to these names indicate where pseudonyms have been used.
National Socialism created many terms that today are commonly placed in quotation marks to signal distance from their original meaning. This is particularly true of contemptuous, discriminatory, racist and antisemitic expressions, as well as ideologically loaded terms such as “Third Reich,” “Old Reich,” or “Führer.” Because such words appear frequently in the text, I use quotation marks only at their first occurrence, in order to preserve the flow of the narrative while still marking the presence of Nazi discourse.
Place names in occupied Eastern Europe, Alsace, and other territories temporarily annexed to Germany are generally given in the form used at the time. There are a few exceptions. Łódź, for example, is not usually called by the German name Litzmannstadt imposed in 1940. Cities of the former Soviet Union, such as St Petersburg — called Leningrad from 1924 to 1991 — are named as they were during the Second World War. Modern names of all places are given in the indexes.
My intellectual debt to the many people who helped during the work on this book is too great to be fully expressed in this preface. In 2006-2007 Jürgen Kocka was a wonderful host and mentor in Berlin, and many others helped to make my stay in Germany memorable and productive. Numerous friends and colleagues encouraged me, shared their ideas and research, and gave me the vivid sense that writing history is a collective endeavour.
Among my wonderful colleagues in the History Faculty and at Magdalen College, Oxford, I especially thank Paul Betts, Laurence Brockliss, Jane Caplan, Martin Conway, Robert Gildea, Ruth Harris, Matt Houlbrook, Jane Humphries, John Nightingale, Sian Pooley and Chris Wickham.
At S. Fischer Verlag I had the great advantage of working with Tanja Hommen, who edited the manuscript, and with Nina and Peter Sillem. Ulrike Bischoff managed to combine care and accuracy with speed in the translation. I thank all of them for such rewarding cooperation. Clare Alexander and Sally Riley at Aitken Alexander were unfailingly the good fairies who shared their advice and knowledge with me. I was very fortunate.
Without the generous intellectual and practical support of many friends, this book might never have been completed. Paul Betts, Tom Brodie, Stefan-Ludwig Hoffmann, Ian Kershaw, Mark Roseman, Jacques Schuhmacher, Jon Waterlow and Bernd Weisbrod interrupted their own work to read the entire manuscript for me. I thank each of them for valuable suggestions, for sharing their research and, at least in some cases, for saving me from historical mistakes. Ruth Harris and Lyndal Roper read the whole manuscript twice and left their indelible mark on it. At every stage of the project Lyndal discussed with me the key ideas I was trying to formulate. I cannot thank her enough.