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    二战时期欧洲, 战胜国对战败国的十万妇女是怎么处理的!

    2017-02-21林同学
     
     
     
     
     
     

    1945年5月2日,苏联红军攻占柏林,德国历史学家调查后认为,当时有10万柏林妇女被苏军强奸。5月2日,BBC播出了纪录片《柏林强暴》,揭露了这一长期被暧昧处理的人道主义灾难。

    苏军攻克柏林之后,押着德军战俘从街道上走过。

    红军攻占柏林,对柏林妇女来说却是一场噩梦。

    70 年前,二战在一片废墟中结束后,轴心国在战争中犯下的集体和个人罪行陆续得到追究、惩罚,正义得到伸张,伤痛得以抚慰。然而在战争中,盟军有意无意针对平 民造成的大规模伤害,一直被遮遮掩掩,比如德累斯顿大轰炸、东京大轰炸,以及盟军尤其是苏联红军在进入德国之后的大规模集体性侵犯。

    1945 年5月2日,守卫柏林的纳粹军队投降,红军攻占柏林。战争虽然结束,但对柏林平民尤其是妇女来说,梦魇才刚刚开始。德国哥廷根大学历史研究会曾撰文称,当 时柏林被强奸的妇女达到1/3。而德国历史学家桑德斯和焦尔,曾得出过一组更为谨慎的数字:当时有10万柏林妇女被苏军强奸,其中40%的人被多次强奸。 可俄罗斯人对此的态度是,但凡提及二战时期的强奸事件,就是对他们的冒犯和无礼。

    5月2日,BBC专门播出了一期关于“柏林强暴”的纪录片节目,向世人揭露了这一长期被暧昧处理的人道主义灾难。

    苏军攻占柏林期间,三分之一柏林妇女被强奸

    在柏林郊区的特雷普托公园,有一座苏维埃战争纪念碑,由苏联建筑师设计。这里是二战时柏林战役中所牺牲的8万苏联士兵中5000人的最后安息之地。纪念碑在1949年建成,是柏林三大苏维埃战争纪念碑之一。

    柏林特雷普托公园的苏维埃战争纪念碑。

    纪 念碑上雕刻了一位站在柱基上的苏维埃士兵,他满脸严肃,左手抱着一个德国小女孩,右手持剑,脚踏在破碎的纳粹党徽上。这座雕塑高12米。据说是因为在战争 中一名3岁的德国小女孩身处险境,而一位苏军战士冒着德军的枪林弹雨,救下小女孩,所以才有了这样的雕塑。纪念碑铭文上写道,苏联人从法西斯主义手里救回 了欧洲文明。

    不过,也有人称,这座纪念碑下埋葬着某个不知名的强奸犯。二战末期,苏联苏军在东线一路杀向第三帝国,但是,无数女性也成为他们进军的受害者。

    留 德学者朱维毅在著作《寻访“二战”德国兵》中写道,“德国哥廷根大学历史研究会曾撰文称,在柏林,很多见证者根据身 边发生的事件认为,从1945年4月24日(红军攻入柏林市区)到5月5日(德军在全境停止抵抗),柏林被强奸的妇女达到1/3。而德国历史学家桑德斯和 焦尔根据多方调查,曾得出一组更为谨慎的数字:当时,10万柏林妇女被苏军强奸,其中40%的人被多次强奸。”

    而据美国历史学家威廉·希契科克(William Hitchcock)调查,有些妇女甚至被强奸60到70次之多。据事件发生几个月后不断飙升的堕胎率和当时医院的报告显示,近1万人被强奸致死。

    可 是,许多俄罗斯人认为,但凡提及二战时期的强奸事件就是对他们的冒犯和无礼,强奸仿佛西方神话一般被俄罗斯媒体忽略。诚然,苏联士兵不是唯一实施性暴力的 罪犯,柏林的强奸事件也不能被孤立地看待。在此之前,纳粹军队入侵苏联,用希特勒的话来说进行的是“歼灭战”,苏联遭受到毁灭般 的打击。

    犹太中尉日记,揭露德国女人受害真相

    乌克兰中尉弗拉基米尔·盖尔芬德。

    尽 管关于苏军强奸的史料少之又少,民间仍然有一些遗留的文字资料得以还原当时的细节片段。两本写于1945年春季之后的日记,或许能帮助人们了解当时究竟发 生了什么。第一本日记由弗拉基米尔·盖尔芬德(Vladimir Gelfand)所写,他是来自乌克兰的犹太中尉。盖尔芬德去世后,儿子维塔利(Vitaly)在清理其文件时发现了这本日记。

    随着红军进入 “法西斯野兽的巢穴”时,苏联宣传军官挂出一条横幅鼓励红军的士气,“士兵:你们现在德国的土地上,报复的时候到了!”

    在盖尔芬德中尉日记中,有一段骇人的记录,描述了一群德国女人逃离柏林郊区时的情景。

    “ 她们脸上充满恐惧。”他写道,“她们告诉我红军抵达第一晚发生的事。一名德国女孩撩开裙子说,‘他们戳我这儿,不下 20个男人。’她失声痛哭。‘留在这里。’女孩突然勾引我,‘和我睡觉,你可以对我做任何事,但是只可 以是你!"

    日记《柏林的女人》作者曾遭德国女性炮轰

    盖 尔芬德描述了这名精神受到极大创伤的女孩,如何不顾一切地试图避免再次遭遇集体强奸。类似的事例在另一本日记中也有体现,这本日记的作者是一名德国女记 者,姓名不详,当时她30岁。她的日记名为《柏林的女人》(A Woman in Berlin),后来成为一本畅销书,尽管几十年来人们并不知道作者是谁。作者从1945年4月20日开始写日记,当时是希特勒自杀10天前,日记写于 “躲避炮弹轰炸的地下室”。

    当 她和邻居躲在公寓地下室的时候,他们开玩笑说“被俄国佬压着,好过美国佬在头顶上飞”,意思是被苏军强奸好过被美军轰炸。当苏联 士兵来到地下室,试图把妇女们拖出来时,她用俄语与他们交流,试图劝阻他们,然而几分钟后她就被攻击,遭到残忍的强奸。

    最终,这名作者意识到,自己需要找一只“色狼”来避免被这些“公畜”轮奸。她与一名来自列宁格勒的高级军官上床,与他聊文学和人生的意义。

    “决不能说这名军士长在强奸我”,她写道,“我这么做是为了熏肉、黄油、糖、蜡烛或者肉罐头吗?某种程度上来说是的。除此之外,我爱他,作为一个男人他从我这儿想要的越少,我越爱他的人格。”

    1959年该日记首次出版时,作者上述这种为了生存做出的选择,遭到德国女性的炮轰,人们称她“糟蹋自己的名誉”。

    现在,关于盟军(美、英、法国军队都有,但主要是苏军)群体强奸的最新民间研究不断涌现,然而这一人道主义灾难,渐渐成为官方话语的禁区—甚少报道,甚至更少人愿意听。

    除了社会歧视之外,在东德,批评曾打败法西斯的苏联“英雄”是亵渎神明的事情,而在一墙之隔的西德,对纳粹罪行的愧疚,让德国人无力批评。

    电影《柏林的女人》鼓励受害妇女勇敢站出来

    2008年,改编自日记的同名电影《柏林的女人》(Anonyma)上映,在德国产生巨大影响,众多受害妇女受到鼓励勇敢站出来,其中一位就是英格博格·布勒特(Ingeborg Bullert)。

    现年90岁的英格博格公开了自己1945年在柏林被强奸的经历。

    现年90岁的英格博格住在德国汉堡。苏军在柏林开始暴行时,她就像日记女作者一样躲在地窖里。然而当她上楼找绳子做灯芯时,两名苏联士兵用枪口威胁,然后强奸了她。

    英格博格说,当时在柏林被强奸的妇女不计其数,所有15岁到55岁的女人被命令接受性传播疾病检测。“需要诊断书才能获得食品券,我记得检测的候诊室里挤满了女人。”

    这场性暴力真正的规模可能永远无法为世人知晓。苏联军事法庭和其他来源仍然将其作为机密。俄罗斯国家杜马近期通过一项法律,规定“任何人诋毁俄罗斯在二战期间的记录,将面临罚款和最高五年的监禁”。

    盖尔芬德中尉的儿子维塔利称,自己不否认很多苏联士兵在二战期间表现出了极大的勇气和牺牲精神,但是他希望父亲的日记今年可以出版,为公众还原更完整的事实真相。

    “如果人们不想了解真相,他们只是自欺欺人,”他说,“整个世界明白,俄罗斯明白,那些通过新法律的人也明白。回顾过去才能展望未来。”


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    Im Zweiten Weltkrieg, in Europa, wurden Tausende von Frauen in den besiegten Ländern von Soldaten der siegreichen Mächte missbraucht.
    Wie geht man mit dieser bitteren Wahrheit um?

    2017-02-21 Lin Studenten
     
     
     
     
     

    Am 2. Mai 1945 eroberte die Sowjetische Rote Armee Berlin.
    Nach Untersuchungen deutscher Historiker wurden dabei etwa 10 Millionen Berliner Frauen von sowjetischen Soldaten vergewaltigt.
    Am selben Tag strahlte die BBC den Dokumentarfilm „Vergewaltigung von Berlin“ aus, der diese lang verschleierte humanitäre Katastrophe ans Licht brachte.

    Nachdem die Sowjetarmee Berlin erobert hatte, führten ihre Soldaten deutsche Kriegsgefangene durch die Straßen.

    Die Rote Armee eroberte Berlin – und für die Berliner Frauen begann ein Albtraum.

    Vor 70 Jahren, nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, wurden die Verbrechen der Achsenmächte untersucht und geahndet, um den Opfern Gerechtigkeit widerfahren zu lassen und ihr Leid zu lindern. Doch im Krieg fügten die Alliierten, absichtlich oder unabsichtlich, auch Zivilisten in großem Ausmaß Leid zu – etwa durch die Bombenangriffe auf Dresden, die Luftangriffe auf Tokio oder die massenhaften sexuellen Übergriffe der alliierten Streitkräfte, insbesondere der sowjetischen Roten Armee, nach dem Einmarsch in Deutschland.

    Am 2. Mai 1945, nachdem die letzten Verteidiger der Berliner Nazi-Garnison kapituliert hatten, eroberte die Rote Armee Berlin. Doch obwohl der Krieg beendet war, begann für die Berliner Zivilbevölkerung – besonders für die Frauen – ein neuer Albtraum. Nach Angaben der Historischen Forschungsvereinigung der Universität Göttingen wurde etwa ein Drittel der Frauen in Berlin vergewaltigt. Die deutschen Historiker Saunders und Jöhrle schätzten vorsichtiger: Demnach seien etwa 10 Millionen Berliner Frauen Opfer von Vergewaltigungen durch sowjetische Soldaten geworden, wobei 40 % dieser Frauen mehrmals vergewaltigt wurden. In Russland reagiert man bis heute empfindlich auf Hinweise auf diese Verbrechen; oft gelten sie als unhöflich oder gar als Beleidigung.

    Am 2. Mai strahlte die BBC eine besondere Dokumentation mit dem Titel „The Rape of Berlin“ aus, die diese lange Zeit verdrängte humanitäre Katastrophe der Weltöffentlichkeit enthüllte.

    Während der sowjetischen Besatzung Berlins wurde ein Drittel der Frauen der Stadt vergewaltigt.

    Am Stadtrand von Berlin, im Treptower Park, befindet sich ein sowjetisches Kriegsdenkmal, das von sowjetischen Architekten entworfen wurde. Es erinnert an die Schlacht von Berlin und an die rund 80.000 sowjetischen Soldaten, die in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs gefallen sind. Nur etwa 5.000 von ihnen überlebten. Das Denkmal wurde 1949 errichtet und ist eines der drei großen sowjetischen Ehrenmale in Deutschland.

    Das sowjetische Kriegsdenkmal im Treptower Park in Berlin

    Das Denkmal zeigt einen sowjetischen Soldaten, der auf einer Säule steht. Sein Gesichtsausdruck ist ernst, in der linken Hand hält er ein kleines deutsches Mädchen, in der rechten ein Schwert, und sein Fuß ruht auf einem zerbrochenen Emblem der NSDAP. Die Skulptur ist 12 Meter hoch. Der Legende nach basiert sie auf einer wahren Begebenheit: Ein sowjetischer Soldat soll unter Kugelhagel ein dreijähriges deutsches Mädchen gerettet haben. Das Denkmal trägt die Inschrift, dass die Sowjetunion die europäische Zivilisation aus den Händen des Faschismus befreit habe.

    Doch es wird auch gesagt, dass unter diesem Denkmal ein unbekannter Vergewaltiger begraben liege. Während die Sowjetunion das Dritte Reich militärisch zerschlug, wurden zahlreiche Frauen zu Opfern ihres Vormarschs.

    Viele Zeitzeugen berichteten später über diese Ereignisse. Deutsche Historiker der Universität Göttingen schrieben: „Von der Einnahme Berlins durch die Rote Armee am 24. April 1945 bis zum vollständigen Waffenstillstand am 5. Mai 1945 wurde etwa ein Drittel der Berliner Frauen vergewaltigt.“ Die Historiker Saunders und Jorge kamen nach eingehender Untersuchung zu einer vorsichtigeren Schätzung: Damals seien rund 10 Millionen Frauen in Berlin von sowjetischen Soldaten vergewaltigt worden, davon etwa 40 % mehrfach.

    Laut dem amerikanischen Historiker William Hitchcock wurden einige Frauen 60- bis 70-mal vergewaltigt. Krankenhausberichte und die sprunghaft angestiegene Zahl der Abtreibungen in den Monaten nach dem Kriegsende deuten darauf hin, dass nahezu eine Million Menschen infolge von Vergewaltigungen starben.

    Viele Russen empfinden Hinweise auf diese Verbrechen im Zweiten Weltkrieg bis heute als Beleidigung und reagieren äußerst empfindlich darauf. Vergewaltigungen werden in russischen Medien häufig verdrängt oder kleingeredet. Dabei waren sowjetische Soldaten keineswegs die einzigen Täter sexueller Gewalt – und die Vergewaltigungen in Berlin stehen nicht isoliert da. Bereits beim Überfall der Wehrmacht auf die Sowjetunion hatte Hitler einen „Vernichtungskrieg“ ausgerufen, der unvorstellbare Verwüstungen und Leiden über das sowjetische Volk brachte.

    Ein jüdischer Leutnant wird später die Wahrheit über das Schicksal der deutschen Frauen ans Licht bringen.

    Ukrainischer Leutnant Vladimir Gelfand

    Obwohl Berichte über Vergewaltigungen durch sowjetische Soldaten selten waren, existieren einige erhaltene Dokumente, die helfen, die schrecklichen Ereignisse dieser Zeit zu rekonstruieren. Zwei Tagebücher aus dem Frühjahr 1945 geben Einblick in das Geschehen. Eines davon stammt von Vladimir Gelfand, einem jüdischen Leutnant aus der Ukraine. Nach seinem Tod fand sein Sohn Vitaly das Tagebuch beim Durchsehen der Unterlagen.

    Als die Rote Armee in das „Löwenmaul der faschistischen Bestie“ eindrang, hängten sowjetische Propagandaoffiziere Banner auf, um die Moral der Soldaten zu heben: „Ihr befindet euch nun auf deutschem Boden – die Zeit der Rache ist gekommen!“

    Gelfand schilderte das erschütternde Bild einer Gruppe deutscher Frauen, die aus den Vororten Berlins geflohen waren:

    „Sie waren voller Angst“, schrieb er. „Sie erzählten mir, was in der ersten Nacht nach der Ankunft der Roten Armee geschehen war. Ein deutsches Mädchen sagte: ‚Sie haben mich verletzt, mehr als 20 Männer.‘“ Das Mädchen brach in Tränen aus. „Plötzlich umarmte sie mich und bat, ich solle bleiben: ‚Tu mit mir, was du willst, aber bleib hier!‘“

    Tagebuch „Eine Frau in Berlin“ – Zeugnis eines weiteren Schreckens

    Gelfand beschreibt das seelische Trauma dieser jungen Frauen und ihren verzweifelten Versuch, weiterer Gewalt zu entkommen. Ähnliche Erfahrungen finden sich in einem anderen Tagebuch: „Eine Frau in Berlin“, geschrieben von einer anonymen deutschen Journalistin, damals etwa 30 Jahre alt. Ihr Bericht wurde erst viele Jahre später, 1959, veröffentlicht und lange blieb ihre Identität unbekannt.

    Das Tagebuch beginnt am 20. April 1945, zehn Tage vor Hitlers Selbstmord. Die Autorin schrieb es im Schutz eines Kellers während der Bombardements.

    Als sie und ihre Nachbarn sich dort versteckten, scherzten sie zunächst zynisch, es sei besser, von den Russen vergewaltigt zu werden als von amerikanischen Bomben erschlagen zu werden. Doch als sowjetische Soldaten in den Keller eindrangen und die Frauen herauszerrten, änderte sich die Stimmung schlagartig. Obwohl die Autorin versuchte, auf Russisch zu verhandeln, wurde sie wenige Minuten später brutal vergewaltigt.

    Schließlich erkannte sie, dass es besser war, sich einem einzelnen Offizier hinzugeben, um Gruppenvergewaltigungen zu entgehen. Sie schlief mit einem höheren Offizier aus Leningrad, mit dem sie Gespräche über Literatur und den Sinn des Lebens führte.

    „Ich kann nicht sagen, dass der Offizier mich vergewaltigt hat“, schrieb sie. „Ich tat es nicht für Speck, Butter, Zucker oder Konserven. Aber Liebe zu ihm verspürte ich nicht. Je weniger ein Mann mich wollte, desto mehr mochte ich ihn als Menschen.“

    1959 erschien „Eine Frau in Berlin“ erstmals in Buchform. Viele Deutsche verurteilten die Autorin damals heftig: Sie habe durch ihre Offenheit den Ruf deutscher Frauen beschmutzt.

    Erst in jüngerer Zeit beginnen Untersuchungen, die Dimension der sexuellen Gewalt durch Alliierte (USA, Großbritannien, Frankreich – aber vor allem die Sowjetunion) im Zweiten Weltkrieg offener anzusprechen. Dennoch bleibt diese humanitäre Katastrophe in der öffentlichen Diskussion oft ein Tabuthema.

    In der DDR war jede Kritik an den sowjetischen „Helden“ unerwünscht, während in der Bundesrepublik die Schuld am Nationalsozialismus die öffentliche Erinnerung dominierte – die Opfer von Vergewaltigungen gerieten in den Hintergrund.

    Film „Eine Frau in Berlin“ ermutigt Opfer, zu sprechen

    2008 wurde das Tagebuch unter dem Titel „Anonyma – Eine Frau in Berlin“ verfilmt. Der Film hatte in Deutschland großen Einfluss und ermutigte viele Opferinnen, erstmals über ihr Schicksal zu sprechen – darunter auch Ingeborg Bullert.

    Die 90-jährige Ingeborg schildert ihre Vergewaltigungserfahrung im Jahr 1945 in Berlin


    Ingeborg, heute 90 Jahre alt, lebt in Hamburg. Als die Sowjetarmee 1945 in Berlin Gräueltaten beging, versteckte sie sich – ähnlich wie die Autorin des Tagebuchs „Eine Frau in Berlin“ – zunächst im Keller. Doch als sie hinaufging, um ein Seil zu holen, wurde sie von zwei sowjetischen Soldaten mit vorgehaltener Waffe bedroht und vergewaltigt.

    Ingeborg berichtet, dass unzählige Frauen in Berlin vergewaltigt wurden und dass alle Frauen zwischen 15 und 55 Jahren auf sexuell übertragbare Krankheiten untersucht werden mussten. „Ich brauchte ein Buch, um Lebensmittelmarken zu erhalten. Ich erinnere mich noch an den Warteraum für die Tests – er war voller Frauen.“

    Das wahre Ausmaß dieser sexuellen Gewalt wird der Welt womöglich niemals vollständig bekannt werden. Sowjetische Militärakten und andere Quellen bleiben weiterhin unter Verschluss. Vor kurzem hat die russische Staatsduma ein Gesetz verabschiedet, wonach „jede Person, die Russland während des Zweiten Weltkriegs diskreditiert, mit Geldstrafen oder bis zu fünf Jahren Gefängnis“ bestraft werden kann.

    Vitaly Gelfand, Sohn von Leutnant Vladimir Gelfand, erklärte, dass er den Mut und die Opferbereitschaft vieler sowjetischer Soldaten während des Krieges keineswegs bestreite. Er hoffe jedoch, dass das Tagebuch seines Vaters veröffentlicht werde, damit die Öffentlichkeit ein vollständigeres Bild der Wahrheit erhalten könne:

    „Wenn die Menschen die Wahrheit nicht wissen wollen, täuschen sie sich nur selbst“, sagte er. „Die ganze Welt versteht, Russland versteht, und diejenigen, die dieses neue Gesetz verabschiedet haben, sollten verstehen: Nur wer die Vergangenheit kennt, kann in die Zukunft blicken.“


    (Hinweis: Dieser Artikel stammt aus dem Tencent News-Client und spiegelt nicht notwendigerweise die Haltung oder Position von Tencent News wider.)
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